Scuol - Geschichte und Kultur

Die Region um Scuol war schon zur Bronzezeit, also ca. 1800 bis 800 vor Christus, besiedelt. Dies beweisen Ausgrabungen der letzten Jahre. Die ersten urkundlich erwähnten Einwohner unseres Tals waren die Räter.


Von der Entstehung des Kurortes

Die durch die Jahrhunderte fast immer gleichbleibenden bäuerlichen Lebensverhältnisse und Lebensgewohnheiten änderten sich plötzlich mit der am 8. November 1848 in Kraft getretenen Bundesverfassung. 1853 wurde eine fahrbare Strasse durch das ganze Engadin gebaut, damit war die völlige Isolation der Unterengadiner Dörfer gebannt.

Die Mineralquellen von Scuol und Tarasp waren seit jeher bekannt, sie waren aber bis zu jenem Zeitpunkt wenig genutzt worden. Nun aber entstanden Aktiengesellschaften, welche sich die Ausnutzung der Heilquellen zum Ziele setzten. Wie Pilze nach einem warmen Regen schossen in den folgenden Jahren moderne Hotels aus dem Boden.

Es entstanden Trinkhallen und Trinkpavillons, Badehäuser und neue Mineralwasserfassungen. Berühmt gewordene Ärzte machten den Kurort durch ihre wissenschaftlichen Publikationen in allen europäischen Sprachen bekannt und der Kurort blühte auf, ja er wurde zum grössten und bekanntesten Badeort der Schweiz.


Leider folgten diesem Aufschwung die katastrophalen Folgen der beiden Weltkriege. In der Folge trat eine neue Stagnation in der weiteren Entwicklung des berühmten Kurortes ein. Die dann aber doch noch eintretende Hochkonjunktur nach dem Zweiten Weltkrieg machte sich schliesslich auch bei uns bemerkbar. Es wurden nicht nur zahlreiche neue Häuser gebaut und Hotels modernisiert, sondern auch Bergbahnen und verschiedene Skilifte erstellt - die Wintersaison wurde eingeführt.

 

Lej Nair 



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